Chios

Chios ist eine bergige und sehr waldreiche Insel. Der höchste Berg auf Chios ist der Pelinäos. Auf Chios gibt es eine Legende, nach der die Römer den HI. Isidoros zur Hinrichtung führten. Sein Glauben war zwar unerschütterlich, doch er weinte vor Schmerzen. Aus seinen zu Boden fallenden Tränen wurden das duftende Mastix. So erklärte man sich früher das merkwürdige Phänomen, daß der Mastixbaum, den es in vielen Gebieten des Mittelmeeres gibt, nur auf Chios das aromatische Mastix hervorbringt.

Cios dunkler Strand
Chios dunkler Strand - (©Fotolia@steliost)

Man hielt diese Fähigkeit für ein Geschenk des Schutzheiligen der Insel. Aber auf Chios gibt es nicht nur die Mastixbäume für die Chios so berühmt ist. Auf Chios gibt es auch die von Laufe der Zeit unberührt gebliebenen berühmten mittelalterlichen Orte Olympi und Mesta. Es gibt das schöne Pirgi, ein Ort in traditioneller Bauweise mit ganz eigenartigen  und nur hier vorkommenden Dekorationen an den Häuserwände. Nirgendwo in Griechenland gibt es ähnliches. Auch Nea Moni, das berühmte byzantinische Kloster mit seinen herrlichen Mosaiken findet man auf Chios. Und zu guter Letzt gibt es auch Daskalopetra, den berühmten Felsen Homers auf der Insel.

Chios musste die Erhebung gegen die Türken von 1822 mit einem furchtbaren Blutbad bezahlen. Ein Grund dafür,  weshalb Chios als die griechische Insel mit der leidvollsten Vergangenheit bezeichnet wird.

Chios ist bequem zu ereichen. Man kann nach Chios mit dem Fährschiff von Piräus, Thessaloniki, Kavala, Limnos, Lesbos, Samos und der Dodekanes anreisen. Auch mit dem Flugzeug aus Athen ist Chios zu erreichen. Chios liegt sehr nahe an der türkischen Küste zwischen Samos und Lesbos. Die Insel bildet mit Inuses und Psaras die Präfektur Chios.
Die Insel ist 842 qkm groß und hat einen Umfang von 213 km. Es leben 50.000 Menschen auf Chios. Viele der im Süden der Insel lebenden Einwohner sind mit der Gewinnung des Mastix beschäftigt. Mastix ist ein Haupterzeugnis der Insel.

Karte und Lage